Fritz Koller: Das Inventarbuch der Landesgalerie Salzburg 1942 – 1944


Fritz Koller: Das Inventarbuch der Landesgalerie Salzburg 1942 – 1944

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Das zentrale Dokument der Salzburger Kunstszene während der NS-Zeit bislang unter Verschluss, nunmehr im Volltext herausgegeben und umfassend kommentiert vom Salzburger Landesarchiv. Mit dem Inventarbuch legt das Land alle Kunsterwerbungen offen, die im Auftrag des Reichsgaus Salzburg während der Kriegsjahre für die Landesgalerie Salzburg in Frankreich, Deutschland und Österreich beschafft wurden. Die Publikation entstand als gemeinsame Auswertung bislang unveröffentlichter Dokumente aus Salzburg, Wien und Paris, abgerundet durch das zugehörige Bildmaterial, mit dem - sofern Fotos beschafft werden konnten - alle Objekte zweifelsfrei dokumentiert werden. Im Mittelpunkt steht die buchstabengetreue Wiedergabe aller 488 Eintragungen von Kunstobjekten in das Inventarbuch. Soweit Informationen vorliegen, wird der gegenwärtige Verbleib der Objekte durch ihre heutigen Standort-Signaturen in französischen Museen oder in den Salzburger Landessammlungen fest gehalten.

Eine Einleitung stellt die Landesgalerie in den historischen Kontext der vierziger Jahre, beleuchtet die Salzburger Kunstszene während der NS-Zeit, analysiert die Problematik des Kunsthandels dieser Jahre in Paris und Wien, beschreibt die Schwierigkeiten bei der Identifizierung einzelner Objekte ein halbes Jahrhundert später, schildert Aufstieg und Fall von Friedrich Welz als Leiter der Landesgalerie und den Umgang des offiziellen Salzburg nach 1945 mit diesem Erbe. Zusammenfassungen in Französisch und Englisch entsprechen dem Interesse am Thema "Landesgalerie Salzburg" im Ausland.

Fritz Koller, Das Inventarbuch der Landesgalerie Salzburg 1942 – 1944, Salzburg 2000, 557 S., zahlr. Abb., Reg., Bibliogr.

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