Die großen Seen Salzburgs


Die großen Seen Salzburgs

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Die starken Algenblüten im Zeller See, Fuschlsee, Wallersee, den Trumer Seen und auch im Wolfgangsee, beginnend in den 1950er- bis in die 1980er-Jahre, sorgten damals regelmäßig zur Badesaison im Sommer für negative Schlagzeilen. Die Politik suchte nach Abhilfe, Raumplanung, Wasserwirtschaft und Gewässerschutz begannen bereits 1979 mit der Suche nach den Ursachen dieser ökologischen Probleme der großen Salzburger Seen, das Projekt Vorlandseen lief an.

Das Vorprojekt, das zur Grundlagenerfassung und für den konzeptiven Aufbau der Folgestudie diente, wurde 1980 abgeschlossen. 1980 bis 1983 erfolgte die
konzertierte Feldarbeit aller beteiligten Fachdisziplinen, 1984 wurden die Ergebnisse der Ursachenforschung abgeglichen, besprochen, diskutiert und in Berichtsform zusammengefasst. Der Ergebnisband des Projektes erschien 1986.

Mit den Ergebnissen der Studie, welche auch für die anderen großen Seen unmittelbar anwendbar waren, startete die Umsetzung der Seensanierung in Salzburg mit den Schwerpunkten Nährstoffrückhalt, ökologische Sanierung der Uferzonen und Erhalt der natürlichen Wasserstände und Spiegelschwankungen
der Seen sowie der Aufbau der zentralen Abwasserentsorgung in den Seen-Einzugsgebieten und einer nachhaltigen Landwirtschaft um die Seen.

Ein begleitendes Monitoring durch den Gewässerschutz des Landes dokumentierte den Erfolg der Maßnahmen und ermöglichte rasche Korrekturen bei Fehlentwicklungen. Auf diese Weise hat sich im Laufe der Jahre eine Fülle von interessanten Ergebnissen aus der Beobachtung der in Gang gesetzten ökologischen Sukzessionen an unseren Seen angesammelt.

Ganz besonderes Augenmerk wurde dem Wallersee gewidmet, da an diesem See zum Nährstoffproblem zusätzlich zwei Seespiegelabsenkungen die großen
naturbelassenen Uferzonen schleichend zerstörten.

Das Projekt Hochwasserschutz Seekirchen bot 1993 die einzigartige Möglichkeit, zur Abwasserentsorgung im Einzugsgebiet auch den Seespiegel wieder
anzuheben und auf diese Weise die Fehler der Vergangenheit auszugleichen.

Mit der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in österreichisches Recht gelten Seen ab einer Fläche von mehr als einem halben Quadratkilometer als
Große Seen. Salzburg hat damit acht natürliche große Seen: Wallersee, Mattsee, Obertrumer See, Grabensee, Fuschlsee, Wolfgangsee, Hintersee, Zeller
See. In diese Kategorie gehören auch der künstliche Wiestalstausee und die Speicher Mooser-, Wasserfall und Durlassboden sowie der Speicher Tauernmoos.

Band 17 der Reihe Gewässerschutz des Landes Salzburg ist gleichzeitig die Dokumentation des Erfolges der bereits 1986 vorgeschlagenen Sanierungsmaßnahmen an den Vorlandseen. In einem weiteren Band soll die limnologische Entwicklung der übrigen großen Seen Salzburgs dokumentiert werden. In beiden Bänden werden zudem wichtige Ergebnisse früherer Untersuchungen, die bisher nur als unpublizierte Berichte vorliegen, veröffentlicht.

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