Hydromorphologische Fließgewässeraufnahme von Salzburg


Hydromorphologische Fließgewässeraufnahme von Salzburg

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Mit der Wasserrahmenrichtlinie wurde erstmals in den Wasserrechtsgesetzen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auch die Notwendigkeit des Erhaltes des gewässertypspezifischen Charakters der Flüsse, Seen und des Grundwassers verankert. Lag in der bisherigen Gewässergütepolitik das Hauptaugenmerk auf der Reinhaltung der Gewässer, so verlagert es sich nunmehr auch auf den Schutz der gewässertypspezifischen Abfluss-Charakteristik und der ursprünglichen Gewässerstrukturen – genannt hydromorphologische Qualitätskomponenten. Die hydromorphologischen Qualitätskomponenten werden künftig vor allem in Verbindung mit der Qualitätskomponente „Fisch“ ganz wesentlich die Gütebeurteilung der Gewässer, nunmehr Zustandsbeurteilung genannt, bestimmen, zumal für die Gesamtbeurteilung das worst case-Prinzip aus der Zusammenschau der biologischen und chemischen Qualitätskomponenten gilt. Nachdem zu erwarten war, dass bereits in der ersten ISTBestandsanalyse die hydromorphologischen Gegebenheiten unserer Gewässer aus dem Blickpunkt des Gewässerökologen darzustellen sind, wurde in Salzburg nach der Erarbeitung einheitlicher Signifikanzkriterien in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Ökologie“ mit der vorliegenden Erhebung begonnen. Das Konzept wurde im Jahr 2002 erarbeitet, die Umsetzung, Bescheidstudium, Erhebung vor Ort, Erstellen der Datenbank, Auswertung und Kartendarstellung konnte nur 1½ Jahre später abgeschlossen werden. Damit hat Salzburg als einziges Bundesland Österreichs konkrete Daten für die Erstellung der hydromorphologischen Grundlagen im Rahmen der IST-Bestandsanalyse der Gewässer Salzburgs. Die europaweite Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie wird künftig in größtmöglicher Transparenz auch den Zustand der Gewässer vergleichen. Diese Transparenz fordert von Jedem nachvollziehbare klare Daten, Grauzonen werden ebenfalls nach dem worst case-Szenario bewertet und damit bestraft. Dies zeigt sich bereits jetzt in dem den Ländern vom Bund übermittelten Entwurf zur IST-Bestandsanalyse 2004. Die vorliegende Zusammenstellung ist der Beginn einer künftig laufenden Datensammlung, welche die Basis für die Fortschreibung der IST-Bestandsanalyse 2004 bildet. Der Gewässerschutz dankt für jede Ergänzung oder Korrektur und ersucht auch weiterhin um die Zusammenarbeit mit Allen von dem Werk Betroffenen.

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