Kartensammlung Thema 7, 7.1 Wallersee


Kartensammlung Thema 7, 7.1 Wallersee

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Die digitale Vermessung der Seen und die Bilanzierung der Vegetation der Uferbereiche wurde in Salzburg 1992/1993 begonnen. Mit der Möglichkeit einer exakten Positionierung im Gelände über DGPS und einer verbesserten Echosondierung der Gewässertiefen konnte die Vermessungsmethode von Seen ebenso wie die botanische Arbeit im Schilf und unter Wasser in Teamarbeit weiter entwickelt werden. Mit dem Wissen um die technischen Möglichkeiten einer exakten hydromorphologischen Aufnahme der Seen konnte die Richtlinie für die ökologische Untersuchung und Bewertung von stehenden Gewässern, ON M 6231, in der Fassung 2001 veröffentlicht werden. Viele der Daten zur Beschreibung des Gewässers und zur Aufnahme der Ufer und Unterwasservegetation können nun mit modernster Vermessungstechnik erhoben und verortet werden (JÄGER et. al. 2002, 2004). Diese genaue Verortung bildet die Basis dafür, dass Veränderungen in den Vegetationseinheiten und ihren Strukturen rasch erkannt und dokumentiert werden können. Mit der EU Wasserrahmenrichtlinie ist seit 2000 für die Beurteilung des ökologischen Zustandes die Makrophytenvegetation der Seen ein wesentlicher Indikator, welcher im 6-Jahre-Intervall zu validieren ist. Die Umsetzung der EU Richtlinien in österreichisches Recht im Jahr 2003 verpflichtet Österreich den Zustand der stehenden Gewässer im 6-Jahre-Intervall zu überwachen. Auf der Basis der ÖNORM M 6231 und der entwickelten Methodik für die Erhebung der Makrophytenvegetation nach JÄGER et. al. (2002, 2004) können die heimischen Seen hydromorphologisch und vegetationskundlich untersucht und beurteilt werden. Die vorgegebene Methode ist im Leitfaden des Lebensministeriums zur Erhebung der biologischen Qualitätselemente, Teil B3 - Makrophyten in der jeweils geltenden Fassung dargestellt (PALL und MAYERHOFER 2009). Die Ergebnisse der hydromorphologischen Aufnahme des Wallersees in den Jahren 2000 (Seebecken Wallersee) und 2008 (Verlauf der Fischach vom Abfluss aus dem Wallersee bis zum sogenannten Schlauchwehr), die Aufnahme der emersen Vegetation am Wallersee 2001, 2006 und 2007 sowie die Arbeiten zur Uferklassifikation (Uferausbildung und Ufervegetation gemäß ÖNORM M 6231) 2001 werden in der vorliegenden Arbeit zusammenfassend dargestellt und bilden ein Basiswerk für die verschiedensten Anwendungsbereiche - von der Gewässerökologie über private Nutzerinteressen bis zu Rechenmodellen für den Hochwasserschutz. Seit dem Jahr 2000 wurden am Wallersee sowie an der Fischach, dem Abfluss des Wallersees, vom Ingenieurbüro ICRA eine Reihe von Messkampagnen durchgeführt und dabei eine Fülle von Daten erhoben. Im Jahr 2000 erfolgte eine mit Vermessungsecholot und DGPS durchgeführte hydrographische Vermessung des Seebeckens. 2001 wurde eine DGPS-gestützte Kontroll- und Korrekturvermessung der aktuellen Uferlinie des Wallersees samt Aufnahme baulicher Eingriffe durchgeführt, weiters eine Kartierung und Klassifikation der Uferausbildung, eine Kartierung und Klassifikation der Ufervegetation sowie eine Aufnahme der seeseitigen Außengrenzen emerser Vegetationsbestände. 2006 erfolgte für die Aufnahme der Bestände an submersen Makrophyten eine Sondierung des Gewässergrunds im Litoral mit digital aufzeichnendem Vermessungsecholot und DGPS, ebenso eine Aufnahme der seeseitigen Außengrenzen emerser Vegetationsbestände mit DGPS. 2007 wurde mit Vermessungsecholot und DGPS im Bereich der sogenannten „Keidl-Transekte“ einer neuerliche Sondierung des Gewässergrunds im Litoral für die Aufnahme der Bestände an submersen Makrophyten vorgenommen und für den gesamten See die seeseitigen Außengrenzen emerser Vegetationsbestände mit DGPS eingemessen. 2008 erfolgte mittels Vermessungsecholot und DGPS eine hydrographische Aufnahme des Gewässergrundes der Fischach vom Abfluss über die obere Wehranlage der Seeklause bis hinab zur Wehranlage des Schauchwehrs verbunden mit einer punktuellen Einmessung der Uferhöhen bzw. der Höhe der Uferkrone per Messlatte, weiters eine Aufnahme der landseitigen Schilfgrenze in den drei Naturschutzgebieten am Wallersee mit DGPS sowie eine geodätische Aufnahme des Geländes der Deponie an der Fischach am Fuß des Weinbergs (Scheffenacker- Areal). 2009 wurden an der Fischach zwischen Schlauchwehr und der Mündung des Eugenbaches 12 Querprofile per Tachymeter bzw. Totalstation eingemessen. Die bis 2005 erhobenen Datenbestände wurden nach erfolgter Ausarbeitung und Veredelung in verschiedene Folgeprodukte in das früher beim Land Salzburg gebräuchliche Landes-GIS-System der Firma ESRI, der Software ArcView, als sogenannte „ArcView-Projekte“ eingearbeitet. Diese Projekte beinhalteten nicht nur die reinen Datenbestände, sondern auch fertig ausgearbeitete printfähige Kartenlayouts. In den letzten Jahren wurde seitens des Landes Salzburg sukzessive mit der Umstellung des Landes-GIS auf ArcGIS begonnen, ArcView als GIS-Plattform wird nicht mehr weitergeführt. Aus diesem Grund ist eine Umstellung sämtlicher Projekte von ArcView auf ArcGIS zwingend erforderlich. ArcView-Projekte sind nicht aufwärts kompatibel zu ArcGIS, daher müssen alle Projekte für ArcGIS völlig neu erstellt werden. Dies impliziert, dass auch sämtliche Kartenlayouts samt Legenden, Beschriftungen und andere kartografische Inhalte von Grund auf neu erstellt werden müssen. Darüber hinaus ist es das Ziel der Kompilation, alle erhobenen Daten zusammenzufassen und zu dokumentieren. Dies beinhaltet insbesondere ausführliche Angaben zur Aufnahmemethodik, der verwendeten Gerätschaften, der Genauigkeit der angewendeten Methoden und der aufgenommen Daten, zum Zeitpunkt bzw. Zeitrahmen der Datenaufnahme und Erläuterungen zu den aufgenommenen Inhalten und Klassenbildungen.

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