Almen aktivieren Neue Wege für die Vielfalt


Almen aktivieren Neue Wege für die Vielfalt

0,00


Der landwirtschaftliche Strukturwandel hat besonders in den letzten Jahrzehnten zu einem Trend der Nutzungsintensivierung, aber auch zur Aufgabe der Landnutzung geführt. Zwischen 1990 und 2000 kam es beispielsweise in der Grenzregion zwischen Bayern und Salzburg zu einem deutlichen Rückgang der almwirtschaftlich genutzten Flächen. Laut Almatlas liegt die Region mit über 10% Rückgang im alpenweiten Spitzenfeld. In der Almregion sind davon in erster Linie schwer bewirtschaftbare, steile Grenzertragsflächen außerhalb der Almzentren betroffen. Dabei beherbergt gerade die alpine Kulturlandschaft eine enorme Vielfalt an Lebensräumen und Arten, was die Almregion zu einem Hot Spot der biologischen Vielfalt macht. 17 Lebensraumtypen der Fauna-Flora-Habbitat-Richtlinie der Europäischen Union, darunter zahlreiche landwirtschaftlich geprägte, sind auf Almen zu finden. 20% der europäischen Flora, das sind rund 2000 Arten, kommen ausschließlich im Hochgebirge vor, wobei die Grenzregion zwischen Salzburg und Bayern entlang der Nördlichen Kalkhochalpen und Kalkvoralpen besonders hochwertige Almgebiete mit vielen endemischen Arten aufweist. Das Interreg IV A Projekt "Almen aktivieren -neue Wege für die Vielfalt" arbeitet in diesem Spannungsfeld. Die Ergebnisse des Projektes zeigen die hohe Bedeutung strukturreicher und extensiv bewirtschafteter Almen für den Naturschutz und die Biodiversität. Der Auswahl von geeigneten, standortgerechten Nutztieren und der angepassten Weideführung kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Mit der vorliegenden Ergebnisbroschüre möchten wir alle interessierten Almbewirtschaftern, Schutzgebietsbetreuern und Akteuren im almwirtschaftlichen Bereich konkrete Handlungsempfehlungen, praktische Tipps und nützliche Hinweise zur Erhaltung und Wiederherstelung von Almen mit hohem naturschutzfachlichem Potenzial bieten.

Weitere Produktinformationen

PDF Datei Herunterladen

Diese Kategorie durchsuchen: Naturschutz-Projekte